Fragen und Antworten

Ist die Landschaft für uns alle da?
Im Prinzip gehört die Landschaft niemandem und allen. Landschaft konsumieren ist demnach so etwas wie Luft atmen, alle können es tun und es kostet nichts. Doch gehören die Objekte der Landschaft oft jemandem, der oder die darüber verfügen darf: das Land, die Obstbäume, der Wald, die Gebäude etc. Wir können also nicht überall uneingeschränkt Landschaften konsumieren, denn sobald wir sie uns aneignen wollen, können andere, stärkere Ansprüche vorhanden sein. Sogar die schönen Ausblicke auf eine Landschaft können verunmöglicht werden, wenn am idealen Punkt ein Haus steht, das man nicht einfach betreten kann, oder eine eingezäunte Weide, auf der sich Kühe mit ihren Kälbern und womöglich gar ein Stier aufhalten. Deutlicher werden die verschiedenen Ansprüche an die Landschaftsaneignung, wenn man sie durchwandern, durchfahren, kaufen oder umpflügen will. Hier gibt es oft klare Vorschriften, die es bestimmten Gruppen verunmöglichen, eine Landschaft auf die gewünschte Weise zu nutzen. Im Schweizerischen Nationalpark darf man beispielsweise weder Fahrradfahren noch sich von den Wegen entfernen, während des Pflanzenwachstums und besonders kurz vor der «Heuete» sollte man nicht durch Wiesen gehen und bei einer Baustelle warnt einen ein Betreten-verboten-Schild vor Sanktionen. Trotzdem, behaupten wir, ist die Landschaft für uns alle da, ihre Aneignung muss jedoch ausgehandelt werden.

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